eBook

Ludwig Tiecks "Heldenbuch"

´Texte und Materialien

Zeitschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur – Beihefte
Band 27

1. Edition
(2018)
231 Pages, 7 schw.-w. Abb.
ISBN 978-3-7776-2691-8 (Print)
ISBN 978-3-7776-2707-6 (eBook)

Sample chapter

Ludwig Tieck zählt zu den Gründungsvätern der modernen Germanistik und Anglistik. Als einer der Ersten hat er die Quellen mittelalterlicher Literatur – die Handschriften – studiert. Daraus leitete er ein Programm ab, um diese Literatur einem modernen Publikum zugänglich zu machen. Seine Methode beschrieb er in der Vorrede zu seiner Minnelieder-Ausgabe von 1803. Doch war die Erneuerung der mittelalterlichen Literatur kein Selbstzweck – sie sollte vielmehr für eigene literaturtheoretische Positionen nutzbar gemacht werden. Da er mit seinem Vorhaben schnell in Konkurrenz zu ähnlichen Unternehmungen und zur sich universitär etablierenden Germanistik geriet, sind zu Tiecks Lebzeiten nur die Bearbeitungen der Minnelieder, des Frauendienstes und eines Bruchstücks aus dem König Rother (vollständig erst 1979) erschienen.

Ralf G. Päsler macht mit diesem Band die noch unpublizierten Bearbeitungen Tiecks sowie eine Reihe seiner dazugehörigen Notizen erstmals zugänglich und zeigt den Gesamtumfang der Studien auf. Sie dokumentieren Tiecks ausgedehnte Forschungen und Kenntnisse der mittelalterlichen Literatur. Für alle weiteren Studien zum Thema bildet der Band somit eine wichtige Grundlage.

Ralf G. Päsler
Ralf G. Päsler ist Akademischer Rat am Institut für Deutsche Philologie des Mittelalters der Philipps-Universität Marburg. Forschungsschwerpunkte: Überlieferung mittelalterlicher Literatur, Mittelniederdeutsche Literatur, Deutscher Orden, Sachliteratur (v. a. Geographie, Nautik, Recht) und Mittelalterrezeption in der Romantik.

  • INHALTSVERZEICHNIS5-7
  • VORWORT7-9
  • ABKÜRZUNGS- UND LITERATURVERZEICHNISSE9-15
    • ABKÜRZUNGEN9-9
    • ARCHIVALIEN UND HANDSCHRIFTEN9-9
    • TIECKS SCHRIFTEN UND BRIEFE9-11
    • WEITERE TEXT- UND BRIEFAUSGABEN11-12
    • FORSCHUNGSLITERATUR12-15
  • EINLEITUNG15-49
    • BEGINN UND UMFANG DER MITTELHOCHDEUTSCHEN STUDIEN16-18
    • ENTSTEHUNGSGESCHICHE DES HELDENBUCHS18-24
    • EXKURS: DAS ʻOTTNIT’-FRAGMENT24-25
    • BEARBEITUNGSKONZEPT DES HELDENBUCHS25-38
    • ERGEBNISSE38-39
    • TIECKS ABSCHRIFTEN UND BEARBEITUNGEN39-43
    • VORBEMERKUNGEN ZUR EDITION43-49
  • LUDWIG TIECKS HELDENBUCH49-197
    • DIE SCHLACHT BEI RAVENNA51-133
    • VIRGINAL133-173
    • ZWERG LAURIN173-193
    • DER KAYSER OTTNIT193-197
  • ANHÄNGE197-225
    • 01. NOTIZEN ZU DIETRICH VON BERN199-200
    • 02. NOTIZEN AUS GOTHAER HANDSCHRIFTEN200-201
    • 03. NOTIZEN AUS DRESDNER HANDSCHRIFTEN201-204
    • 04. NOTIZEN ZU WIENER HANDSCHRIFTEN204-206
    • 05. INHALTSANGABE VON TEILEN DER ʻTHIDREKSAGA’206-210
    • 06. ENTWURF EINER ʻTYTUREL’-BEARBEITUNG210-211
    • 07. AUSLEIHEN TIECKS IN MÜNCHEN 1805211-213
    • 08. STEMMA DER ABSCHRIFTEN UND AUSGABEN DER ʻRAVENNASCHLACHT’ VON HEIDELBERG, UB, CPG 314213-214
    • 09. STROPHENKONKORDANZ ZUR ʻRAVENNASCHLACHT’214-225
    • 10. ABBILDUNGEN225--1